Vorratsschädlinge PDF Drucken E-Mail


Brotkäfer (Stegobium paniceum):
Der Brotkäfer ist ein rostbrauner, ca. 3 mm langer Käfer. Das Volltier nimmt keine Nahrung auf und legt seine bis zu 100 Eier an Nahrungsmitteln ab. Frisch geschlüpfte Larven breiten sich über größere Strecken aus und dringen überall ein (Brot, Gebäck, Hülsenfrüchte, Pilze, Kaffee u.a.).




Mehlkäfer (Tenebrio molitor):
Der Mehlkäfer erlangt eine Länge von 12 - 18 mm. Frisch geschlüpft ist er braun gefärbt, später schwarz. Das Weibchen legt ca. 150 -200 klebrige Eier in Nahrungsmitteln wie Mehl ab. Die Larven werden bis zu 28 mm lang, sind weiß und später gelbbraun. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert etwa 1 1/2 Jahre. Die Larven und Käfer fressen und verschmutzen Mehlprodukte, Getreideabfälle, auch Teig- und Backwaren. Das Mehl wird klumpig und riecht muffig.



Mehlmilben (Acarus siro):
Die ausgewachsene Mehlmilbe erreicht eine Länge von 0,4-0,6 mm. Sie ist weiß und bewegt sich sehr langsam. Ausgewachsene Tiere tragen 8, Larven nur 6 Beine. Während der Larvenentwicklung auftretende Ruhestadien ermöglichen der Mehlmilbe ein langes Überleben bei Nahrungsmangel und Trockenheit. Befallene Produkte wie Teig- und Backwaren verderben, schmecken bitter und sind für Mensch und Tier gesundheitsschädlich.



Reiskäfer (Sitophilus oryzae):
Der Reiskäfer wir ca. 3 mm lang, ist braun bis schwarz mit 4 orangefarbenen Flecken auf den Flügeldecken. Die Entwicklung vom Ei über die Larve und Puppe zum Volltier erfolgt im Getreidekorn, gelegentlich auch über Teigwaren, Graupen u.a. Das Weibchen nagt ein Loch in das Getreidekorn und legt dort etwa 100 - 200 Eier ab.




Motten (Tineidae):
Die Kleidermotte zählt im allgemeinen zu den gefürchtesten unter den Motten und gehört zu den Materialschädlingen. Den häßlichen Lochfraß an Textilien, Pelzen und Ähnlichem verursachen die Raupen der Motten. Zu den Vorratsschädlingen gehört die Lebensmittelmotte. Deren Weibchen legen, je nach Mottenart bis zu 500 Eiern ab. Die Raupen ernähren sich dann von Mehlpodukten, Getreide-, Reis- u. Maiskörnern und verschmutzen, bzw. vernetzen die Lebensmittel in großem Umfang. Die befallen Waren können für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sein.


Hausmaus (Mus musculus):
Die Hausmaus erreicht eine Körperlänge von etwa 90 mm, ist auf der Oberseite dunkel bis schwarz an der Unterseite grau gefärbt. Sie lebt bevorzugt in trockenen Räumen, kann sich aber auch an verschiedene Bedingungen anpassen sobald diese Nahrung und Unterschlupf bieten. Die Wurfzeit der Mäuse reicht vom Frühjahr bis in den Spätsommer, sie werfen in der Regel 4 - 6 mal. Als Nahrung dient Mäusen alles, was für Menschen eßbar ist. Als Gesundheitsschädling spielt die Hausmaus durch Keimübertragung und -verschleppung eine nicht zu unterschätzende Rolle, aber auch als Vorrats- und Materialschädling verursacht sie durch Verschmutzung und Verbiß jährlich hohen wirtschaftlichen Schaden.