Gesundheitsschädlinge PDF Drucken E-Mail

 

Hausstaubmilben (Glycyphagus domesticus):
Die Hausstaubmilbe erreicht eine Größe von ca. 0,4 mm. Sie sind nur bei starker Vergrößerung zu erkennen. Sie kommen häufig im Hausstaub vor, überziehen Wände und Polster in Wohnungen und Lagerräumen wie mit einem staubartigen, schmutzigweißen Belag. Hausmilbenbefall kann bei empfindlichen Personen Asthma und Hauterkrankungen hervorrufen.



Fliege (Brachycera):
Fliegen erreichen eine Länge von 7 - 14 mm. Als Lebens- und Vermehrungsraum bevorzugen sie eine trockene, warme Umgebung. Ihre Eier legen die Weibchen vorwiegend in Mist, Küchenabfällen, Fäkalien, Vogelnestern aber auch auf Fleisch ab. Die sich entwickelnden Maden erreichen dann eine Länge bis zu 12 mm. Durch ihre unhygienischen Aufenthaltsorte ist die Fliege nicht nur unappetitlich, sondern überträgt auch Bakterien, Pilze und gesundheitsschädliche Keime auf Lebensmitte. Dadurch können Erreger übertragen werden, die zu Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier führen.

Zecken (Ixodes ricinus):
Der Holzbock oder Zecke genannt ist 2-4 mm, vollgesogen bis 12 mm lang. Die Larven lassen sich von Gräsern, Sträuchern usw. auf Wirtstiere oder Menschen fallen, beißen sich fest und lassen sich, wenn sie vollgesogen sind, nach etwa 5-7 Tagen vom Wirt herunterfallen. Der Einstich ist kaum spürbar. Durch das Saugen kommt es zu Schwellungen, verbunden mit starkem Juckreiz. Besondere Gefährdung entsteht durch die Übertragung von Zeckenencephalitis und Borreliose.


Schabe (Blattaria):
Schaben auch als Kakerlaken bekannt, sind sehr häufig innerhalb des Hauses vertreten, sie bevorzugen warme bis feuchtnasse Stellen und verstecken sich tagsüber in engen Verstecken wie Ritzen oder Spalten. Die deutsche Schabe ist relativ klein im Vergleich zu anderen Arten und hat einen kurzen Lebenszyklus von 3 bis 8 Monaten. Das Weibchen trägt 20 - 40 Eiern und legt sie nach ca. 4 -5 Wochen kurz vor der Brut wahllos ab. Die schlüpfenden Larven werden nach mehrmaliger Häutung den ausgewachsenen Schaben immer ähnlicher, nur sind sie kleiner und ohne Flügel. Die Kakerlake ist ein Allesfresser. Die Hausschabe gehört zu unseren wichtigsten Gesundheitsschädlingen, sie können Allergien und andere bakterielle Erkrankungen verursachen.

Flöhe (Siphonaptera):
Diese blutsaugenden Insekten erreichen durch ihr gutes Sprungvermögen schnell ihren Spender wie z.B. Vögel, Hunde, Katzen oder den Menschen. Ihre seitlich zusammengepreßte Gestalt ist Ausdruck einer guten Anpassung an ihre Aufenthaltsorte zwischen Federn und Haaren am Körper des Wirtes. Der Mensch reagiert unterschiedlich auf Flohstiche, von Unempfindlichkeit bis schmerzhaftem, anhaltendem Juckreiz. Manche Flöhe übertragen Krankheiten und die Bandwürmer von Katzen bzw. Hunden.

Wanderratte (Rattus norvegius):
Ausgewachsene Tiere erreichen eine Körperlänge bis 27 cm und können bis 500 g schwer werden. Als Lebensraum bevorzugen sie feuchte, kühle Räume, man findet sie aber auch im Freiland meist in Ufernähe. Das Weibchen wird von mehreren Männchen begattet und zieht bis zu 7 Würfe auf. In der Futterannahme ist die Wanderratte wenig wählerisch, die Nahrung kann pflanzlich wie auch tierischer Herkunft sein. Ratten gefährden die Gesundheit von Mensch und Tier durch Verschleppung der Erreger schwer verlaufender Infektionskrankheiten.

Tauben (Columbidae):
Die Verwilderte Haustaube, wie man sie nennt kommt heute hauptsächlich auf Dachböden alter Häuser, an Hausfassaden oder auch Kirchtürmen vor. Sie brüten mehrere Mal im Jahr und haben im Durchschnitt 2 Eier. Eine Haustaube wird ca. 8 Jahre alt und ist wegen ihrer Übertragung von Krankheitskeimen eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen. Außerdem entsteht durch ihren aggressiven Taubenkot hoher wirtschaftlicher Schaden an Hausfassaden und künstlerisch gestalteten Bauten.