Holzschutz PDF Drucken E-Mail

Das Interesse des Menschen Holz zu schützen ist so alt wie Bau von Behausungen, um gegen Witterung und Klima sich selbst zu schützen. Heute wird unter Holzschutz allgemein alle Maßnahmen verstanden, die zum Schutz von Holz gegen Feuchte, chemische Einwirkung und Zerstörung durch holzzerstörende Pilze und Insekten dienen.

Wir bieten Ihnen Holzschutz nach DIN 68800 an.

Es wird unterschieden zwischen:

Bekämpfend Holzschutz
Chemisch Holzschutz
Historisch Holzschutz


Baulicher Holzschutz - Konstruktive Maßnahmen
Bekämpfender Holzschutz - Maßnahmen nach Schädlingsbefall
Chemischer Holzschutz - Einsatz chemischer Mittel


Die Anwendung von Holzschutzmittel kann allerdings auch eine Gefährdung für Personen und Bewohner sein. Ein chemischer Holzschutz hat nur an tragenden und aussteifenden Bauteilen zu erfolgen, wenn die Standsicherheit nicht durch andere Maßnahmen zu gewährleisten ist. Als tragende und aussteifende werden Bauteile angesehen, die eine statische Funktion haben und deren Versagen eine Gefährdung von Menschen zur Folge haben kann.


Unter dem Begriff des Bekämpfenden Holzschutzes werden alle Maßnahmen verstanden, die gegen einen Befall von holzzerstörenden Insekten und Pilzen getroffen werden können. Im Gegensatz zu dem vorbeugenden, präventiven Holzschutz sollen durch die Maßnahmen die schädigenden Organismen umgehend bekämpft werden. Vorbeugende Holzschutzmaßnahmen können die Bekämpfung begleiten und erneute Schäden vermeiden. Grundsätzlich gelten die Maßnahmen des bekämpfenden Holzschutz in Gebäuden für tragende und aussteifende Bauteile, d.h. für Gebäudeteile, die eine statische Funktion erfüllen. Befälle an anderen Gebäudeteilen sind ebenso zu behandeln, sofern eine Gefahr für die tragenden Teile besteht.


Die Bekämpfungsmaßnahmen werden im Detail durch die DIN 68 800 Teil 4 geregelt. Weiterhin wird der Verfahrensablauf bei Befall mit holzzerstörenden Pilzen vom WTA - Merkblatt 1-2-91 erläutert und ergänzt. Das sogenannte offizielle Holzschutzmittelverzeichnis führt die anerkannten und zugelassenen Holzschutzmittel. Die technischen Merkblätter über den Umgang mit Holzschutzmitteln vom jeweiligen Hersteller der chemischen Schutzmittel bzw. Holzschutzmittel beinhalten Arbeitsvorschriften und Gefahrenhinweise, die bei der Anwendung Beachtung finden sollten. Das Chemikaliengesetz und die Gefahrstoffverordnung regeln den Einsatz von gefährlichen und giftigen Stoffen.

Maßnahmen
Ein starker Schwamm- oder Insektenbefall erfordert eine umfangreiche Instandsetzung („Sanierung“). Vor Beginn sollte das Schadensausmaß eingrenzt werden, um die weitere Planung und Kostenermittlung zu ermöglichen. Weiterhin muss die Schadensursache ermittelt und beseitigt werden, um den nachhaltigen Erfolg einer Bekämpfungsmaßnahme zu gewährleisten. Die Durchführung der Instandsetzung und der damit verbundenen Arbeiten muss von einer erfahrenen Fachfirma erfolgen.

Die Bekämpfungsmaßnahmen werden grundsätzlich nach einem Insekten- und einem Pilzbefall unterschieden. Ein erloschener Befall mit holzzerstörenden Insekten kann bei geringer Schädigung nach Prüfung ohne Bekämpfungsmaßnahmen verbleiben. Bekämpfungsmaßnahmen beschränken sich bei den Insektenbefällen lediglich auf den Holzkörper. Ein Pilzbefall erfordert meist umfangreiche Instandsetzungs- und Nebenarbeiten. Da Pilze andere Materialien wie Mauerwerk und Putz be- und durchwachsen können, sind diese Teile um den Befallsherd zu prüfen und ggf. zu behandeln.

Instandsetzung eines Pilzbefalls

Ein Befall durch holzzerstörende Pilze wird gemäß der DIN 68 800 Teil 4, Pkt. 4 behandelt. Die Voraussetzungen sind die Diagnose der Schadensursache, die Bestimmung der Pilzart und die Eingrenzung des Schadenumfanges. Zerstörungsarme Methoden wie der Endoskopie oder Bohrwiderstandmessungen können zur Sondierung eingesetzt werden. Zur abschließenden Eingrenzung sind Eröffnungen i.d.R. erforderlich. Vor Beginn der Instandsetzungsarbeiten ist die Schadensursache, meist eine Zufuhr von erhöhten Feuchtigkeitsmengen abzustellen.

Zur Instandsetzung der geschädigten Gebäudeabschnitte sind die befallenen Holzteile auszutauschen, wobei ein Sicherheitsabstand über den Befall hinaus eingehalten werden muss. Neue Holzteile sind gemäß der DIN 68 800 zu schützen. Mauerwerk und andere Baumaterialien die von Pilzen be- und durchwachsen wurden müssen vorsorglich behandelt werden. Fachgerecht ausgeführte Arbeiten geben Sicherheit vor erneutem Befall und weiteren notwendigen Maßnahmen.


Instandsetzung eines Insektenbefalls

Ein festgestellter Befall durch lebende Holzinsekten wie Hausbock, Nagekäfer oder Splintholzkäfer an tragenden Teilen erfordert eine Bekämpfung. Zuerst wird der Umfang des Befalls und die befallene Insektenart bestimmt. Weiterhin ist die Tragfähigkeit von Konstruktionshölzern zu prüfen. Stark geschädigte Konstruktionshölzer müssen ausgetauscht werden.

Zur chemischen Bekämpfung eines Befalls ist das befallene Holz bzw. der Mulm zu entfernen und das verbleibende Holz von Farbanstrichen zu reinigen. Das Insektizid wird aufgetragen oder durch Lochtränkung in das Holz eingebracht. Soweit erforderlich werden nicht befallene Teile mit einem Holzschutzmittel präventiv behandelt.

Holz als Werkstoff im Bauwesen benötigt Schutz gegen Schädlinge, wenn es seine Funktion dauerhaft behalten soll.

Die DIN 68800 "Holzschutz im Hochbau" regelt den amtlich vorgeschriebenen Holzschutz des im Hochbau eingesetzten Holzes, wenn es als tragendes und/oder aussteifendes Element verwendet wird. Für nicht tragende und/oder nicht aussteifende Hölzer ist der Einsatz von Holzschutzmitteln eine Ermessensfrage. Die Gefahr eines Schädlingsbefalls ist aber gleich groß.

Das Bauholz wird gefährdet durch:

holzzerstörende Insekten
holzzerstörende Pilze
holzverfärbende Pilze

Holzschutzarbeiten dürfen nur von dazu berechtigten Personen ausgeführt werden. Als Bekämpfungsmittel sind nur die im Holzschutzmittelverzeichnis gelisteten Präparate einzusetzen

Holzschädlinge:

Holzwurm

Schäden im Holz entstehen nur durch Larven, oft erkennbar an heraus geworfenem Bohrmehl, weiße Larven 4-6 mm groß. Die Käfer hinterlassen nach dem Schlüpfen kreisrunde Ausfluglöcher von etwa 1,5 mm im Holz, die Larven bevorzugen den Splintholzbereich - Lebenszyklus der Larven etwa 2 - 4 Jahre.

Hausbock

Ein gefährlicher Schädling, der hölzerne Gebäudeteile angreift.Schäden im Holz entstehen nur durch Larven. Entwicklung vorwiegend im Dachstuhl. Die Larven sind weiß, 15-30 mm groß und bevorzugen den Splintholzbereich. Die Fraßgänge sind in der Regel knapp unter der Holzoberfläche und werden deshalb nicht erkannt. Ausfluglöcher breitoval, glattrandig etwa 10 mm, Lebenszyklus der Larven etwa 4 - 12 Jahre.

Brauner Splintholzkäfer

Splintholzkäfer sind braun gefärbt und werden bis zu 5 mm groß. Die Larven ähneln denen der Pochkäfer, jedoch sind sie engerlingsartig gekrümmt (kommaförmig). Die Larven bevorzugen das helle Frühholz und hinterlassen in ihren ca. 2 mm
durchmessenden Fraßgängen Bohrmehl. Nach Umwandlung zum Käfer verlassen diese das Holz durch ein nur 1 mm großes Flugloch.

Pochkäfer

Der Pochkäfer, auch Gewöhnlicher Nagekäfer oder kleiner Holzwurm genannt, wird nur ca. 3 mm groß und ist braun gefärbt. Er fühlt sich in allen Arten verbauten Holzes wohl. Die Larve des Pochkäfers ist gelblich-weiß, hat Beine und ist mit gelben Haaren besetzt. Die Fraßgänge der Larve sind unregelmäßig und nur locker mit Bohrmehl gefüllt. Die Larve verläßt nach der Umwandlung zum Käfer das Holz durch ein 2 mm großes Flugloch.

Parkettkäfer

Ameisen (best. Arten)

Pilzarten:

Echter Hausschwamm (Braunfäule)

Der echte Hausschwamm ist der gefährlichste aller holzzerstörnden Pilze. Wachstum bevorzugt bei 30 - 40 % Holzfeuchte (aber auch noch unter 10 %) und 18 - 22° C Umgebungstemperatur. Liegen Temperatur und Holzfeuchte außerhalb diese Bereiches so reduziert oder stellt er sein Wachstum ein, stirbt aber nicht ab. Er befällt alle Holzarten und zerstört diese vollständig durch den Abbau von Zellulose (Braunfäule). Braunfaules Holz weist tiefgehende Risse auf; dieses Erscheinungsbild nennt man Würfelbruch. Die Pilzfäden, das Myzel, sind von wattiger Konsistenz und weiß. Sie wachsen in bis zu 10 mm dicken Strängen die, zunächst hellgrau, mit der Zeit dunkler werden. Der Echte Hausschwamm kann als einziger Pilz auch Mörtel und poröses Mauerwerk durchdringen. Die Stränge können über weite Strecken Wasser leiten und ermöglichen es dem Pilz, auch trockenes Holz zu befallen. Durch die Wasserleitfähigkeit kann sich der Pilz schnell vom feuchten Keller aus im Gebälk eines ganzen Hauses ausbreiten und sogar auf das Nachbarhaus übergreifen. Der Hausschwamm bildet bis zu 1,5 Meter durchmessende Fruchtkörper von rotbrauner Färbung, die schnell faulen. Der Geruch frischer Fruchtkörper erinnert an Champignons.

Brauner Keller- o. Warzenschwamm (Braunfäule)

Befällt vorwiegend Nadelholz. Er benötigt sehr feuchtes Holz. Die Pilzfäden bilden haardünne braune Stränge, die sich spinnengewebsartig ausbreiten. Er bildet gelbe bis braune Fruchtkörper mit einer krustigen und warzenartigen Oberfläche.

Weißer Porenschwamm (Braunfäule)

In feuchten Kellern, Alt-u. Neubauten. Wächst vorwiegend auf Nadelholz.Das Myzel ist wattig weiß und bildet weiße, bis zu 4 mm dicke Stränge. Ernährung durch Zellulose (Braunfäule). Im Gegensatz zum Hausschwamm kann er weder Wasser leiten noch durch Mauerwerk oder Mörtel wachsen. Er bildet weiße Fruchtkörper mit eckigen
Poren. Der Fruchtkörper verfault nicht.

Wir bieten:

Sämtliche Arbeiten im Bereich Holzschutz

Injektionen

Schaumverfahren

Holzverfestigung

Hausschwammsanierungen

Beratung und Verkauf von Holzschutzprodukten


Ablauf der Arbeiten nach DIN

Untersuchung des Holzwerkes auf Befall

Überprüfen auf Standsicherheit

Abbeilarbeiten, entfernen von befallenen
und vermulmten Stellen an Hölzern

Fraßgänge und Fraßmulreste ausbürsten bzw.
mit Druckluft ausblasen

gefährdete und nicht von mindestens 3 Seiten zugängliche
Stellen im Injektionsverfahren behandeln

Reinigung vor der Oberflächenbehandlung, damit
das Holzschutzmittel nicht im Staub gebunden wird

Oberflächenbehandlung, meist im Sprühverfahren

Kennzeichnung (angewandtes Mittel, eingebrachte Menge usw.)


Berechnung der Holzoberfläche in Dachstühlen

Nach dem Reichsanzeiger ist für die Holzoberflächenberechnung in Dachstühlen
folgende Berechnungsgrundlage heute noch gültig:
Die abgewickelte Oberfläche der Dach-Holzkonstruktion berechnet sich aus der
Grundfläche des Dachbodens (Außenmaß des Mauerwerks) multipliziert mit
einem Faktor, abhängig von der Firsthöhe.
Die Firsthöhe wird vom Dachboden aus gemessen.

Firsthöhe bis 5 m = Faktor 3,3 (2,3)
Firsthöhe bis 7 m = Faktor 3,6 (2,6)
Firsthöhe über 7 m = Faktor 4,0 (3,0)

Wird der Holzfußboden nicht mitgerechnet, so kann die Zahl 1 vom Faktor
abgezogen werden. Entsprechende Werte stehen bereits in den Klammern.
Bei ausgebauten Dachgeschossen wird lediglich der Fußboden als Grundfläche
angenommen, bei sichtbaren Trennwänden, hölzernen Zwischenböden wird
jeweils die beiderseitige Aufsichtsfläche gemessen. Etwaige Hilfskonstruktionen
der Trennwände bleiben außer Ansatz.


Wir arbeiten im gesamten Bundesgebiet!

Haben wir Ihr Interesse geweckt, lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns zusenden!


Nehmen Sie mit uns Kontakt aufunter 0800 / 800 8 778

Wir beraten Sie gerne individuell und finden die beste Lösung für Ihr Problem.